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Vier Stern Stunden

Komödie von Daniel Glattauer

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Fotos: Mobiles Theater Bielefeld

"Ich will nicht verehrt werden. Ich hasse es, verehrt zu werden. Von irgendwem. Ich bin genug verehrt worden, von Menschen, die ich mir nicht ausgesucht habe. Sollen sie doch bitte meine Scheiß-Bücher lesen und mich mit ihrer Verehrung verschonen."

So rüde bringt der weltberühmte Schriftsteller Frederic Trömerbusch die ‚Sternstunden'-Lesung im angejahrten Viersternehotel vor einem ebensolchen Publikum zum Platzen. Der Kulturbetrieb hat ihn verschlissen, dazu die sich anbahnende Trennung von Lisa, der jungen Bloggerin - beides läßt ihn an der Sinnhaftigkeit seines Tuns zweifeln.

Das hat unschöne Folgen. Zuerst für die Kulturreferentin, die er im Interview vor versammelten Publikum gnadenlos demontiert hat. Der Junior- Hotelchef setzt sie vor die Tür, denn für ihn verkörpert sie die verhaßte, vom Urgroßvater bis zum Vater gehegte kulturelle Tradition des Hauses. Allerdings hat der junge Mann keinerlei Ahnung, wie er das ererbte Hotel aus der angestaubten Vergangenheit in die Gegenwart lotsen kann.

Daniel Glattauer hat aus dieser Mischung von Kulturbetriebssatire, Generationenkonflikt und Sinnkrisen eine hinreißende Komödie geschaffen, die trotz allem ein glückliches Ende verheißt. Das Personal dieser Komödie: Ein charismatischer Schriftsteller, eine geheimnisvolle Burka-Trägerin, eine ehrgeizige Kulturreferentin und ein überforderter Hotelier. Und irgendwo versteckt sich da noch eine unerschrockene Bloggerin.

Glattauer spielt hier –wie in seinen beiden anderen Stücken Gut gegen Nordwind und Die Wunderübung, die bereits im Mobilen Theater begeisterten- mit aktuellen Reizthemen und stellt die Frage nach der Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns im Hier und Jetzt. Wie er diese Frage beantwortet - das weist ihn als Meister der Komödie aus.

Mit: Ulrike Kleinehagenbrock, Barbara Stoll, Andreas Thiemann, Benjamin Bloch.
Regie: Albrecht Stoll

 

Gefördert durch die Stiftergemeinschaft der Sparkasse Bielefeld

 

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